Mein neues Projekt

Menschen verlassen ihre Heimat - Grenzüberschreitungen


Kaum ein Mensch verlässt freiwillig seine Heimat. Die wichtigsten Fluchtursachen sind Unterdrückung, Krieg, Armut und Umweltzerstörungen durch Naturkatastrophen und extreme Wetterbedingungen. Wir erleben die größte Fluchtwelle seit dem zweiten Weltkrieg. Die Menschen flüchten überwiegend aus Afghanistan, Eritrea, Nigeria, Mali, Süd-Sudan,  Irak und Syrien nach Europa. Zusätzlich kommen Menschen aus den armen Regionen des Balkan. Sie erhoffen sich ein sicheres Leben in Frieden und Würde. Laut UNICEF wächst jedes zehnte Kind weltweit in Kriegs- und Krisengebieten auf. (Vgl. RGA, 1.7.2015) In derselben Ausgabe ist zu lesen, dass der Verfassungsschutz 990 rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten im Jahr 2014 dokumentiert. Den islamistischen Terror hält er jedoch für die größte Bedrohung.

Wie gehen Deutschland und die anderen europäischen Länder mit dieser Situation um? Die einen entwickeln großartige Hilfsprojekte und pflegen eine vorbildliche Willkommenskultur und die anderen diskriminieren, lehnen ab, werfen Steine oder zünden Flüchtlingsheime an. Wiederum andere hetzen in den sogenannten sozialen Netzwerken und betätigen sich als geistige Brandstifter. Hass ist immer gefährlich und gefährdet den sozialen Frieden.

Vor diesem Hintergrund starte ich mein neues Projekt. Ich begebe mich auch auf eine Reise, allerdings nicht in ein fremdes Land sondern ich gehe auf Menschen zu, die ihre Heimat verlassen mussten. Ich möchte sie kennen lernen, mit ihnen sprechen, ihre Geschichten erfahren, sie porträtieren. Denn der Mensch, den wir kennen, ist nicht mehr fremd. Egal wo er herkommt, wie er aussieht, welche Religion er hat, wie alt er ist, welches Geschlecht er hat - Mensch ist Mensch. 
 
Aus den Porträts erarbeite  ich eine Ausstellung, die von vielen Menschen besucht werden soll. Die Geschichten veröffentliche ich mit den Porträts in einem Buch, für das ich hoffentlich einen Verlag finden werde.

Mit dieser Arbeit werbe ich für Mitmenschlichkeit, Empathie, Respekt und Achtung. Ich möchte zum Nachdenken anregen, aber auch zu kritischer Auseinandersetzung. Jeder kann da, wo er lebt und arbeitet, etwas tun. Nur so bleibt unsere Gesellschaft human und friedlich.

Die ersten Porträts von Menschen aus Syrien, Bangladesch, Guinea und dem Irak sind fertig.